Übergewicht ist eine Hauptursache für Krebs

Ich habe einen interessanten Artikel in der Zeit gefunden, den ich Ihnen nicht vorenthalten will.

Übergewicht ist eine Hauptursache für Krebs

Der Epidemiologe Kaaks, warnt , dass Dicken nicht nur Bluthochdruck, Schlaganfall und Herzinfarkt, dazu Rückenschmerzen und Gelenkerkrankungen drohen. Dicke sollen auch viel häufiger Krebs bekommen, als die Dünnen. Zehntausende Fettleibige (Adipöse) erkranken in Deutschland an Krebs.

Kraatz warnt, dass schon mit wenigen Kilogramm über dem Normalmaß das Risiko, an Krebs zu erkranken, steigt. Schon bei einem BMI, der höher ist als 25 gehört man zu den Übergewichtigen und das Risiko für Krebserkrankungen steigt.

Der Body-Mass-Index (BMI) ist eine von mehreren Formeln, um Körperfett zu bewerten. Der BMI wird folgendermaßen erreichnet: (Gewicht in Kilogramm) geteilt durch ((Körpergröße in Metern) im Quadrat),
zum. Beispiel: 81 kg : (1,88 m x 1,88 m) = 23 kg/m².

Besser geeignet ist das Verhältnis Taillenumfang zu Körpergröße in Zentimetern. Der Quotient sollte unter 0,5 betragen. Der Körperfettanteil steigt im Alter. Er sollte zwischen 10 und 23 Prozent bei Männern und 21 und 30 Prozent bei Frauen liegen.
Zuverlässiger, als mit Waage und Maßband kann der Körperfettanteil durch elektrische Widerstandsmessung oder Computertomografie ermittelt werden.

Der Epidemiologe sagt: »Echtes Übergewicht ist ein sehr wichtiger Faktor für Krebs insgesamt und für bestimmte Krebsarten im Besonderen.«
Bei einzelnen Tumorarten kann die statistische Gefahr geradezu in die Höhe schnellen: glatt auf das Doppelte beim Darmkrebs, bei Nierenkrebs auf das Zweieinhalbfache, auf das Dreifache beim Speiseröhrenkrebs. Frauen sind durch den Sprung über die Fettsuchtgrenze besonders gefährdet, weil ihr Übergewicht die ohnehin häufigen Krebsarten noch zusätzlich fördert: Das Risiko für Brustkrebs soll sich verdoppeln, das für Gebärmutterkarzinome steigt laut Statistik gar um den Faktor 3,5.

Die Gefahr der Fettleibigkeit ist seit Jahren bekannt, sie wurde jedoch bislang drastisch unterschätzt.
Die Verfettung ist keineswegs nur ein Problem der Europäer und Amerikaner. Auf dem Globus leben 30 Prozent mehr übergewichtige als unterernährte Menschen.

Um die Tumorgefahr erheblich zu steigern, sind nicht einmal drastische Gewichtszunahmen erforderlich. Bei einzelnen Tumorarten kann die statistische Gefahr geradezu in die Höhe schnellen: glatt auf das Doppelte beim Darmkrebs, bei Nierenkrebs auf das Zweieinhalbfache, auf das Dreifache beim Speiseröhrenkrebs. Frauen sind durch den Sprung über die Fettsuchtgrenze besonders gefährdet, weil ihr Übergewicht die ohnehin häufigen Krebsarten noch zusätzlich fördert: Das Risiko für Brustkrebs soll sich verdoppeln, das für Gebärmutterkarzinome steigt laut Statistik gar um den Faktor 3,5.

Was diese Zahlen in der Realität der Krebsbekämpfung bedeuten, lässt sich ermessen, wenn man die Folgen der Fettpolster in absoluten Zahlen betrachtet. Wäre die gesamte Bevölkerung der Bundesrepublik normalgewichtig (unter BMI 25), würden in jedem Jahr allein bei den sieben wichtigsten mit Übergewicht assoziierten Tumorarten wohl mehr als 40.000 Neuerkrankungen vermieden.

Zudem kann der Body-Mass-Index, an den die Epidemiologen die Berechnungen knüpfen, nur als ein grobes Maß für das tatsächlich vorhandene Fettgewebe im Körper gelten. Denn Übergewicht geht meist einher mit Bewegungsmangel. Und die unterentwickelte Muskelmasse maskiert bei der Berechnung des BMI den Fettüberschuss. »Unsere Studien unterschätzen die Situation, weil die BMI-Messung das Risiko verdünnt«, sagt der Epidemiologe Kaaks. Die Hälfte der Variation der Körperfettmenge werde durch den BMI gar nicht erfasst.

Zur Unterbewertung des Fettgewebes als Krebsgefahr tragen zudem versteckte Speckdepots bei, die sich im BMI kaum auswirken. Denn auch schlanke, aber körperlich inaktive Menschen sammeln oft Fett im Bauchraum zwischen den inneren Organen an. Dieses viszerale Fett sieht man nicht, aber die Krebsforscher halten es für besonders gefährlich. Mehr noch als der Speck auf Bauch und Hüften pumpe es krebsfördernde Botenstoffe in den Körper. Dies sei derzeit noch Theorie, aber eine »sehr glaubwürdige«, sagt Kaaks: »Vor allem das viszerale Fett steigert das Krebsrisiko.« Weil aber dieser Faktor nicht in die Berechnungen der Epidemiologen eingeflossen ist, dürfte in Wahrheit nicht ein Fünftel der Brustkrebsfälle bei Frauen auf Übergewicht zurückzuführen sein, sondern eher 35 Prozent. Beim Gebärmutterkarzinom werten Fachleute gar zwei von drei Diagnosen als Folge der Verfettung.

Gestützt werden die Warnungen der Epidemiologen durch eine Reihe neuer Erkenntnisse zum molekularen Geschehen, das im überernährten Organismus das Krebswachstum vorantreibt. Gerade im Fettgewebe von Übergewichtigen sehen die Wissenschaftler ein komplexes Puzzle aus Fettzellen, Gefäßen, Bindegewebe und einer Reihe verschiedener Immunzelltypen. Fettgewebe, so zeigt sich immer deutlicher, ist zwar durchaus ein Speicherorgan für überschüssige Nahrungsenergie, vor allem aber ist es eine Drüse. Bei Übergewichtigen wandern mehr Immunzellen in die anschwellenden Fettschichten ein und beginnen, den Organismus mit entzündungsauslösenden Botenstoffen zu fluten. Signalmoleküle wie Leptin, TNF-alfa, Interleukin-6 und der Plasminogen-Aktivator-Inhibitor 1 stehen bei den Fachleuten unter starkem Verdacht, in verschiedenen Geweben des Körpers unkontrolliertes Zellwachstum und Metastasenbildung zu starten. Zugleich versiegt bei den Dicken die Ausschüttung des als Krebsbremse wirkenden Botenstoffes Adiponectin.

Verschärft wird das Signalchaos aus dem Fettgewebe durch einen bekannten Effekt des Übergewichts auf den Stoffwechsel: Im Blut stauen sich Fettsäuren; zugleich verlieren Herz, Skelettmuskel und das Fettgewebe selbst ihre Empfänglichkeit für das blutzuckersenkende Hormon Insulin. Um den Blutzuckergehalt auf Normalmaß zu halten, pumpt die Bauchspeicheldrüse immer größere Mengen des Hormons in den Kreislauf, der Insulinspiegel steigt auf abnorme Werte.

Mit diesem Teufelskreis startet nicht nur der Diabetes. Weitere Signalwege des Hormons, über die Zellwachstum und Zelltod, Zellteilung und Metastasenbildung gesteuert werden, können sich durch die erhöhten Insulinmengen im Blut »überhitzen«. Die Fehlsteuerung provoziert Schieflagen auch bei anderen Wachstumsfaktoren: In der Leber schießt die Produktion der Signalmoleküle IGF-1 und -2 in die Höhe; beide Stoffe werden ebenfalls als Krebsförderer verdächtigt.

Epidemiologische Studien belegen, dass die Erhöhung der zirkulierenden Insulin- und IGF-Mengen im Blut ebenso mit erhöhter Krebsgefahr verbunden ist wie Übergewicht und Diabetes.

Bewegungsmangel gilt den Epidemiologen als ein zusätzlicher Risikofaktor. Körperliche Aktivität schütze nicht nur vor Krebs, indem sie Menschen abnehmen lässt, sondern auch über andere, bislang unerforschte Mechanismen, versichert die Krebsforscherin Karen Steindorf vom (NCT) in Heidelberg: »Beleibte Menschen können ihr Krebsrisiko durch Sport auch dann senken, wenn sie dabei gar nicht deutlich abnehmen.«

Vorbeugung scheint da als Mittel der Wahl geboten – sowohl beim Rauchen als auch beim Essen. Doch weil es schwer sei, einmal angehäuftes Fett dauerhaft wieder loszuwerden, sagt Krebsforscher Kaaks, habe eine wichtige Wissenslücke seiner Zunft nicht geschlossen werden können: Ob rigoroses Abspecken das Tumorrisiko wieder vermindert, ist ungeklärt. Es hapert an belastbaren Untersuchungen – aus Mangel an Probanden, die dauerhaft abgenommen haben.

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Quelle: http://www.zeit.de/2012/31/Uebergewicht-Krebs

 

 

 

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2 Gedanken zu “Übergewicht ist eine Hauptursache für Krebs

  1. Zitat: “Vorbeugung scheint da als Mittel der Wahl geboten”

    Der Aussage kann ich nur zustimmen. Gesundheit ist für jeden wichtig, aber noch nicht alle Menschen denken so.
    Auch auf mich traf mal das Wort “adipös” zu. Ich habe die Erfahrung gemacht, das ein übersäuerter Körper nur sehr schwer zum abnehmen bereit ist.
    Also heißt das Zauberwort niederglykämische Ernährung. So habe ich mein Gewicht um 20 kg reduziert.
    Das kann jeder schaffen, jeder der den Willen hat.
    Falls jemand wissen möchte wie einfach das sein kann, so geb ich gerne kostenlose Auskunft.

    Mit fitten Grüßen
    Ralf Knittel

    • Hallo Ralf,
      vielen Dank für Ihren Kommentar zu meinem Artikel. Ich freue mich, dass Sie der gleichen Meinung sind, dass man vorbeugen muss, wenn man fit und gesund alt werden will. Und wer will das nicht? Allein, wenn man all die Fragen beantwortet, wenn man den Check auf ihrer Homepage ausfüllt, fallen einem doch schon sämtliche Sünden ein. Na, wir sind ja alle nur Menschen und zum Glück können wir noch rechtzeitig zur Einsicht kommen. Leider kriegen manchen dann die Kurve allerdings nicht mehr.
      Kleiner Tipp: Zum Zusenden des Check-Ergebnisses würde ich nur die E-Mail-Adresse abfragen, das senkt erheblich die Hürde für die meisten Menschen. Die anderen Daten können Sie dann immer noch abfragen, wenn ein Vertrauensverhältnis zu Ihren Kunden aufgebaut ist. Probieren Sie es aus, dann werden Sie sicher feststellen, dass viel mehr Gesundheits-Checks abgefordert werden. Ich wünsche Ihnen ganz viel Freude und Erfolg in Ihrem Geschäft.
      Herzliche Grüße
      Roswitha Uhde

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