Sommeranfang 2014 – Sonne satt nicht nur in Brasilien

SonnenblumeFür den Sommeranfang gelten verschiedene Termine.

Ein paar “trockene” Definitionen des Sommers und des Sommeranfangs:

Astronomisch beginnt der Sommer am 20. oder am 21. Juni, abhängig vom genauen Zeitpunkt der Sommersonnenwende. Die Sommersonnenwende ist astronomisch der Zeitpunkt, an dem die scheinbare geozentrische Länge der Sonne 90° beträgt. Die Sonne hat sich seit Frühlingsbeginn um 90° auf der Ekliptik weiterbewegt. In diesem Jahr trifft dieser Zeitpunkt auf den 21. Juni zu. Gleichzeitig ist das der Zeitpunkt, an dem die Sonne ihre höchste Mittagshöhe (nördlichste Deklination) erreicht. Der Sommer ist die Jahreszeit zwischen Sommer-Solstitium (Sonnenwende) und Herbst-Äquinoktium (Tagundnachtgleiche). Nördlich des Äquators ist dies der Tag mit den meisten Tageslichtstunden zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang. Es ist der längste Tag im Jahr.

In diesem Jahr beginnt der astronomische Sommer in unserem Raum
am 21. Juni um 12:51 Uhr MESZ/CEST.

 

 Der meteorologische Sommer hat allerdings bereits am 1. Juni2014 begonnen.

Für die Auswertung der jahreszeitlich bedingten Klimawerte sind die astronomischen, schwankenden Jahreszeiten allerdings ungeeignet. Deshalb hat die Weltorganisation für Meteorologie (follow link World Meteorological Organization; WMO), eine Unterorganisation der UN, die meteorologischen Jahreszeiten eingeführt, die jeweils genau drei Monate lang sind und mit dem ersten Tag des Monats beginnen, in dem der astronomische Beginn der Jahreszeit liegt.

Die meteorologischen Daten sind einprägsamer als die astronomischen.  Deshalb orientieren sich Fernsehen, Rundfunk und Tageszeitungen eher an den meteorologischen Daten für die Jahreszeiten. Es sieht so aus, als ginge das Wissen über die astronomischen Jahreszeiten verloren. Dieses hat wohl lediglich noch für die Landwirtschaft und den Gartenbau Bedeutung. Wir unterteilen den Sommer in Vorsommer, Hochsommer und Spätsommer. Und eigentlich können wir gleich noch den Altweibersommer anhängen, aber der gehört schon zum Herbst.

Doch wie erkennt die Natur, dass Sommer ist?

Die Natur richtet sich weder nach dem astronomischen, noch nach dem meteorologischen Sommeranfang. Sie richtet sich vielmehr nach solchen Faktoren, wie z. B. der Klimazone und geografischen Lage sowie dem gegenwärtigen Wettergeschehen. Die Natur weiß nichts von Kalendern, Frühlingsanfang, Sommeranfang etc .

Und die Natur stellt uns immer wieder vor Überraschungen. Da haben wir schon im Februar frühlingshafte, ja teilweise vorsommerliche Temperaturen, dass die Knospen der Frühblüher und der Bäume nur so schossen. Und so blühten in diesem Jahr die Rosen schon mit den Frühlingsblumen. Die Natur hält sich an keine Regeln und lässt alles zwei Wochen früher blühen. Das könnte uns ja alles egal sein, wenn da nicht diese Klimaprobleme ihre Hände mit im Spiel hätten. Auf jeden Fall bin ich wieder sehr viel mit meiner Digitalkamera unterwegs und möchte Ihnen ein paar Schnappschüsse zeigen.

Rote Rose Rose gelb

Rose weiß pinkfabene Rosen

 

.Bis vor einigen Jahren wussten wir, dass im Vorsommer so um den Johannistag (24. Juni) herum die Roten Johannisbeeren reif sind. In diesem Jahr haben wir sie bereits am 14. Juni gepflückt.. Und wie Sie unschwer erkennen können, waren sie reif.

JohannisbeerstrauchJohannisbeerernte

 

Nachdem wir Anfang Juni 2014 bereits hochsommerliche Temperaturen von über 35°C hatte, konnten wir in den vergangenen Tagen dank der Abkühlung durchatmen. In einigen Gegenden Deutschlands hat es allerdings verheerende Verwüstungen durch Gewitter und Sturm gegeben, durch die sogar einige Menschen ums Leben gekommen sind. In Berlin war alles ganz harmlos. Und inzwischen rückt auch schon wieder ein Hochdruckgebiet näher, das schon die Balearen erreicht hat, so dass wohl zum astronomischen Sommeranfang mit sommerlichen Temperaturen auch bei uns zu rechnen ist. Da freuen sich insebesondere die Fußball-Fans, die in Public Views, Gartenanlagen oder auf Balkons ab 21 Uhr das WM-Spiel Deutschland gegen Ghana anschauen und so ein wenig das Flair von Brasilien nach Deutschland holen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß bei den Fußballspielen der FIFA-Weltmeisterschaft 2014 und einen traumhaften Sommer.

 

 

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2 Gedanken zu “Sommeranfang 2014 – Sonne satt nicht nur in Brasilien”

  1. Dass sich die Botanik nicht an den Jahreszeiten, an Sonne und Erdumlauf, „orientiert“, ist falsch. Deswegen bleibt die oben aufgeworfene Frage auch unbeantwortet und endet in einer Tautologie (die Natur erkennt den Sommer am Wettergeschehen). Die Sonne ist das Ursprünglichste, das jedes Leben, Wetter, Klima und Jahreszeiten hervorbringt. Ohne sie gäbe es das alles nicht. Dass die Erde eine Atmosphäre hat, die selbst auf Wetter und Klima einwirkt bzw. schafft, ändert daran nichts. Man kann natürlich einzelne Jahre rein phänologisch beschreiben, was nutzt das aber, die Erscheinungen ändern sich jedes Jahr und sind infolge der Unzulänglichkeiten der Meteorologie nicht vorhersagbar. Die Astronomie hingegen kann sehr exakt die Jahreszeiten vorhersagen, die das Potential für bestimmte Wetterereignisse haben, da schwankt gar nichts, jedenfalls nicht in dem oben implizierten Maß, was astronomische Berechnungen für meteorologische Auswertungen ungeeignet machte. Es ist egal, ob man die Wetterdaten ab dem 1. oder 19. oder 22. Tag eines ersten Monats einer Jahreszeit auswertet. Ob sich bei Wahl der astronomischen Betrachtungen jahrweise Verschiebungen tagweise Verschiebungen ergeben, spielt beim Klima keine Rolle, denn mit ihm will man langfristiges Wettergeschehen dokumentieren, da kommt es auf einzelne Tage nicht an.

    Nicht immer spielt die Natur bei den Berechnungen mit, dafür gibt es unterschiedliche Gründe, die auch langfristig wirken können (Vulkanausbrüche, Sonnenflecken), trotzdem sind die astronomischen Ereignisse die Grundlage der Jahreszeiten, es wird (heute in unserem geographischen Breitengrad) keinen Wintertag geben, an dem wir in T-Shirt und kurzer Hose schwitzen (wenn man die Heizung aufdreht, natürlich schon). Nur so sind die Erkenntnisse der Astronomie zu verstehen, ihr Gegenstand ist das Universum, nicht das jeweilige Wettergeschehen auf der Erde.

    • Hallo Sandra,
      vielen Dank für Ihren ausführlichen Kommentar. Ich bin kein Wissenschaftler und habe mir das Geschriebene nur angelesen. Deshalb freue ich mich über die Richtigstellung.
      Herzliche Grüße
      Roswitha Uhde

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