Schmerzen und Psyche hängen eng zusammen

Schmerzen und Psyche hängen eng zusammen

Chronische Schmerzen und Psyche hängen eng zusammen.
Das belegt auch meine eigene leidvolle Geschichte.

Gründliche Diagnose

Seit mehr als 10 Jahren litt ich an Schmerzen jeglicher Art und an psychischen Störungen. Jahrelang hieß die Diagnose Psychosomatische Störungen. Und mit dieser Diagnose fühlte ich mich ziemlich allein gelassen, denn es war trotz Medikamenten, Therapien und Reha-Maßnahmen keine Spur von Besserung zu spüren. Meine Lebensfreude schwand mehr und mehr, sie wiederzufinden, das schien schier unmöglich.

Seit 2005 bin ich erwerbsunfähig und meine Lebensqualität ging immer mehr den Bach herunter. Die Schmerzen, die Depressionen und die Schlafstörungen wurden immer unerträglicher (auf der Skala von 1-10 bewegten sie sich stets bei 8).
Erst seit 2011 wurden die richtigen, differenzierten, Diagnosen gestellt und gezielt an den Wurzeln behandelt. So genau bin ich noch niemals diagnostiziert worden. Ich fühlte mich zum ersten Male ernst genommen. Ein Licht am Tunnel!
Zunächst wurde Ich einige Wochen teilstationär behandelt und seitdem ambulant.

2012 waren meine Schmerzen erträglich (3-4 auf der Skala) und ich erlebte und genoss endlich auch mal schmerzfreie Momente. Die Depressionen waren nun nur noch leicht. Es kam zwar Ende des Jahres zu Rückfällen, aber darauf war ich vorbereitet. Ich fiel nicht mehr in ein tiefes Loch, denn ich wurde durch die speziellen Schmerztherapien und Psychotherapien aufgefangen. Ich bin sehr dankbar, dass ich meine Lebensfreude wiederfinden konnte und wieder Spaß am Leben haben kann.

Bestandteile dieser Therapien waren bzw. sind

  • genau aufeinander abgestimmte Medikamente
  • ein spezielles, quoteneffizientes Sportprogramm (Training bis an die Schmerzgrenze und Muskeldehnung)
  • kardiopulmonales Ausdauertraining (Nordic Walking, Fahrradergometer)
  • verschiedene Entspannungsübungen, w.z,.B. Atemübungen, Muskelanspannungen nach Jakobson (PMR)
  • regelmäßige intensive psychotherapeutische Sitzungen
  • regelmäßige ärtzliche Kontrollen in spezieller Schmerztherapie (inkl.  EKG, Laborwerte etc.)

Meine Kondition verbesserte sich und ich gewann wieder Selbstvertrauen.  Ich habe wieder Freude und Spaß am und im Leben gefunden.

Dafür bin ich OA Dr. Pfeiffer, Dr. Hagel, Schwester Christina, Schwester Uta und den Therapeuten der Tagesklinik im Krankenhaus Königin Elisabeth in Berlin-Lichtenberg und in der Charité sehr dankbar.
Dank Alfred Stielau-Pallas und Stefan Stadler “lernte” ich dankbar zu sein. Dafür beiden Trainern herzlichen Dank. Das Thema Die Macht der Dankbarkeit hat mich über so manche Hürde hinweg getragen.
Heute finden Sie einige Artikel in meinem Blog, die sich mit der Dankbarkeit beschäftigen.

Arzneimittel

Momentan leidet mein Selbstwertgefühl noch darunter, dass ich in den letzten 10 Jahren 20 kg zugenommen habe. Das ist zum größten Teil eine Nebenwirkung der vielen Medikamente, die ich schlucken muss.

Ich habe mir fest vorgenommen, mindestens 10 kg davon bis zum Jahresende wieder loszuwerden. Ich denke, das ist machbar.

Wer mehr über meine Erfahrungen erfahren möchte,
kann mich gern anschreiben.

Ich habe dieser Tage einen älteren, aber interessanten Artikel gefunden, den ich komplett hier einbinden darf.

Schluss mit Trübsal blasen

«Der Grübler entfernt sich immer weiter von einer Lösung, je energischer er grübelt», sagt Ludwig Marcuse (1894-1971). Der Satz des Philosophen und Schriftstellers, übrigens ein großer Denker, gibt zu denken. Auch das, was Hans-Werner Rückert, Leiter der Psychologischen Beratung an der Freien Universität Berlin, sagt:
«Wer länger als fünf Minuten ergebnislos ohne handlungsbezogene Lösung nachdenkt, grübelt.»
Rückert sagt auch, dass die Grübler immer mehr zunehmen, und zitiert eine Studie, der zufolge vor allem junge Menschen betroffen sind. Bei einigen artet das so sehr aus, dass sie wegen Depressionen in Behandlung sind. Eine Krankenkasse hat errechnet, dass die Zahl der Krankschreibungen bei 15- bis 19-Jährigen wegen seelischer Störungen von 1977 bis 2001 um 90 Prozent angestiegen ist. «Die Tendenz hält an», sagt Rückert.

Wir Deutschen gelten schon lange als ein Volk der Grübler und Denker.
«Die Deutschen sind tatenarm und gedankenvoll», schrieb der Lyriker Friedrich Hölderlin (1770-1843).
Und Liedermacher Herbert Grönemeyer formulierte: «Wir grübeln leicht, wir tun uns schwer.»
Doch zwischen Denken und Grübeln liegt ein großer Unterschied. Es ist wichtig, in Ruhe und gründlich über eine Sache nachzudenken und gegebenenfalls weitere Informationen zu sammeln. Auf diese Weise mindert wohl überlegtes Handeln das Risiko einer Fehlentscheidung, die fatale Folgen für einen selbst oder andere haben könnte.

Warum sich die Gedanken im Kreis drehen

Doch auch wenn Nachdenken helfen kann, Probleme zu lösen oder Dinge zu verbessern: Es gibt Grenzen.
Die sind dann erreicht, wenn aus konstruktivem Denken zielloses Grübeln wird, das einen daran hindert, produktiv zu arbeiten – oder nachts zu schlafen.
Der Prozess beginnt schleichend, und es gelingt nicht immer, ihn rechtzeitig zu stoppen.

Das hängt mit der Funktionsweise des Gehirns zusammen:

Je länger man über eine Sache nachdenkt, desto mehr muss sich unser Geist anstrengen. Das Problem erscheint schließlich immer komplizierter, weil das Gehirn müde wird. Dadurch erhält man den Eindruck, dass sich die Gedanken im Kreis drehen und der Blick auf Lösungen versperrt ist.

«Frauen sind im Unterschied zu Männern anfälliger für das Grübeln», sagt Rückert. Das beruhigt ein wenig. Grübeln ist also biologisch erklärbar – und evolutionsgeschichtlich. Denn während die Männer in grauer Vorzeit auf die Jagd gingen, waren die Frauen mit der Aufzucht der Kinder, der Verarbeitung der Beute und der Regulierung sozialer Beziehungen beschäftigt. In Sachen Multitasking, also der Bewältigung unterschiedlicher Dinge zur gleichen Zeit, haben Frauen auch heute noch die Nase vorn. Und sie grübeln auch deutlich häufiger über die Mehrdeutigkeit sozialer Beziehungen.
Den Grübelthemen sind keine Grenzen gesetzt. Es lässt sich ausgiebig grübeln über das Verhalten des Partners, über ungerechte Behandlung am Arbeitsplatz, über anstehende Entscheidungen, über die eigene Leistung und darüber, wie andere über uns denken. Über die Zukunft und die Vergangenheit lässt sich ebenso gut nachsinnen wie über den Sinn des Lebens. Wobei es auch lohnen kann, sich Gedanken über den Sinn des Lebens zu machen. «Man muss nur zu einem Schluss kommen», sagt Rückert.

Eine Verhaltenstherapie kann helfen

Schlimm ist es, wenn Menschen über Dinge nachdenken, die nur in ihrer Fantasie stattfinden.
«Zum Beispiel darüber, was passiert wäre, wenn der Stein, den sie auf der Straße entdecken, von einem Auto hoch geschleudert und einen Fußgänger getroffen hätte», sagt der Psychoanalytiker. Rückert und seine Kollegen sprechen in solchen Fällen von Grübelzwang. Menschen, die darunter leiden, spielen ständig alle möglichen Katastrophen durch, ohne jedoch zu Lösungen zu gelangen.

Helfen kann eine Verhaltenstherapie oder eine tiefenpsychologische Behandlung. «Ziel ist es, die Angst oder Sorgen auslösenden Faktoren aufzudecken», erklärt Rückert. Im nächsten Schritt lernen die Betroffenen, ihre Sorgen zu kontrollieren. Entspannungstraining und Maßnahmen zum Aufbau des Selbstvertrauens können die Symptome zusätzlich lindern. Auf jeden Fall sei Handeln besser als Trübsal zu blasen, sagt Rückert und rät daher auch zu körperlichen Aktivitäten wie Gartenarbeit, Spaziergängen und Sport.

Wer das Grübeln dennoch nicht lassen kann, sollte es auf bestimmte Tage und Orte verlegen. «Aber bloß nicht im Bett grübeln», warnt Rückert.
«Besser ist, man setzt sich für eine halbe Stunde auf einen harten Küchenstuhl und denkt über sein Leben nach.»

Quelle:
http://www.news.de/gesundheit/720646406/schluss-mit-dem-gruebeln/1/

Roswitha Uhde - Lebensfreude wiederfindenIhre Meinung ist mir wichtig!

War mein Artikel für Sie interessant? Dann schreiben Sie mir doch bitte unterhalb des Artikels in das Kommentarfeld Ihre Meinung. Ich möchte gern mit Ihnen ins Gespräch kommen und Ihre Fragen beantworten.
Gern vernetze ich mich mit Ihnen in den sozialen Netzwerken. Sie finden die Buttons mit den entsprechenden Links auf jeder Seite ganz oben.
Schenken Sie mir jetzt bitte ein “Gefällt mir” für meine Facebook-Fanpage http://www.facebook.com/Lebensfreude.wiederfinden

Abonnieren Sie meinen kostenfreien Lebensfreude-Brief!

Möchten Sie künftig die neuesten Informationen von meinem Blog erhalten, dann tragen Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse in das Formularfeld ein. Ich freue mich, Sie als Leserin oder Leser meiner Lebensfreude-Briefe begrüßen zu dürfen und bedanke mich dafür mit einem Geschenk. Lebensfreude-Brief und Willkommensgeschenk

Sie können sich selbstverständlich zu jeder Zeit mit einem Klick wieder abmelden. Ihre Daten sind bei mir sicher. Ich gebe auf gar keinen Fall Ihre Adresse an Dritte weiter und versende keinen Spam.

Ihre Roswitha Uhde

 

 

 

Schreibe einen Kommentar