Eine Zukunft voll ängstlicher Wenns – Renten-Diskussion

Große Renten-Diskussion

Die Renten-Diskussion wirft viele Fragen auf. Warum sollte ein junger Mensch nicht auch selbst für sein Alter vorsorgen? Die Antwort ist simpel: Weil er es nicht kann.

In den nächsten Jahren wird das Rentenniveau von derzeit 51 % des letzten Einkommens auf 43 % im Jahr 2030 sinken. Endlich wird in der Bundesregierung die Debatte zu diesem brisanten Thema geführt.

 

Hier ein Kommentar von Charlotte Frank in der Süddeutschen vom 11.09.2012

Warum sollte ein junger Mensch nicht auch selbst für sein Alter vorsorgen?

Die Antwort ist simpel: Weil er es nicht kann. Lebensläufe sehen anders aus als zu der Zeit, in der die Eltern heutiger Berufseinsteiger zu arbeiten begonnen haben – sie sind voller Brüche.
Deswegen ist es umso wichtiger, dass endlich in Berlin debattiert wird.

Wer nicht mehr an den Sozialstaat glaubt, der pflegt ihn auch in Zukunft nicht.

Die Zukunft? Das ist das gründlich andere. Alles zu seiner Zeit. Die Zukunft, die Schönheit und die Vollkommenheit, die sparen wir uns auf, eine Belohnung eines Tages, für unermüdlichen Fleiß. Dann werden wir etwas sein, dann werden wir etwas haben.” Es war Mitte der sechziger Jahre, als Christa Wolf diese Sätze schrieb, in ihrem Roman “Nachdenken über Christa T.”, im zerrütteten Ostdeutschland.

Heute, im vereinten, wohlhabenden Deutschland, lassen sie einen innehalten. Nicht etwa, weil man als junger Mensch nicht mehr an die Schönheit der Zukunft glaubte. Sondern, weil man Wolfs Sätzen so viele Wenns anhängen möchte: “Dann werden wir etwas sein” – wenn wir privat vorgesorgt haben. “Dann werden wir etwas haben” – wenn wir uns zusatzversichert haben. Dann winkt die “Belohnung für unermüdlichen Fleiß” – wenn wir zu aktiven Zeiten bloß nicht als Kassiererin, Kellner oder anderer Niedriglöhner fleißig waren.

Der Blick junger Menschen in die Zukunft ist voll ängstlicher Wenns. Diese sind der Nährboden für den Radikalindividualismus und die egomane Zielstrebigkeit, die ihnen oft vorgeworfen werden – ausgerechnet von jenen, die diese Wenns nicht kennen. Weil sie auch das Gefühl nicht kennen, in einem Sozialstaat aufzuwachsen, der seine grundsätzlichen Versprechen nicht mehr grundsätzlich hält – etwa das einer existenzsichernden Rente. Weil ihnen nicht schon mit dem Start ins Berufsleben zugerufen wurde: Kümmert euch selbst!

Das Armutsrisiko steigt

Endlich ist die Diskussion in Gang gekommen

Es ist gut, dass in Berlin nun diskutiert wird, was eigentlich passiert, wenn sich einer nicht selbst kümmern kann. Auch wenn über das hehre Ziel, die Bekämpfung der Altersarmut, die Mittel wild durcheinandergeraten.

Hier können Sie den gesamten Inhalt des Artikels nachlesen.

 

 

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1 Gedanke zu “Eine Zukunft voll ängstlicher Wenns – Renten-Diskussion

  1. Ganz ehrlich? Wie viele junge Menschen denken jetzt an später. Richtig kaum einer. Und das die Altersarmut vor der Tür steht ist auch kein Geheimnis mehr. Also was tun? Ich kann nur für meinen teil sprechen, da auch hier sich die Meinungen spalten. Ich versuch auf verschiedenen wegen als ein gesamt Konzept für später Vorzusorgen. Denn auf die staatliche Rente brauche ich mit meinen 28 Jahren nicht mehr hoffen. Jeder kann was für sich tun. Die Frage ist eher ob man dies auch möchte.

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