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Iris Fitzner: Die Kunst des Tuns

Iris Fitzner schickte mir vor einiger Zeit ein wunderschönes Gedicht aus ihrer Feder.

So fing alles an.Iris Fitzner

Wer ist Iris Fitzner?

Iris Fitzner wurde 1987 in Stuttgart geboren, lebt in Nürnberg, hat Germanistik und Philosophie studiert und widmet sich nach einer lehrreichen Zeit als Regieassistentin im Theater komplett ihren eigenen Werken.
Neben Gedichten schreibt Iris Fitzner auch Liedtexte, die sie selbst einsingt und auf ihrem Youtube-Kanal veröffentlicht. Sie gestaltet außerdem mehrschichtige Lesungen und ist auch sonst für verschiedene kreative Projekte zu gewinnen.

Zweimal wurden ihre Gedichte in Anthologien aufgenommen, bevor sie 2014 den Großteil ihrer Gedichte in den drei Bänden ihrer „Lyrischen Eskapaden“ veröffentlichte.

Am liebsten schreibt Iris über den wundervollen Weg am Rand der Realität, denn von dort hat man den besten Ausblick auf die Welt, wie sie meint.

 

Nachdem ich das alles über Iris Fitzner erfahren hatte und von ihrem Gedicht begeistert war, bot ich ihr an, es in meine Bücher-Ecke und meine Freundschaftsecke aufzunehmen und eine Autoren-Seite für sie in meiner Bücher-Ecke zu gestalten. Das muss jedoch noch warten, weil ich momentan nicht dazu komme. Mein Angebot, einen Artikel für meinen Blog zu schreiben, hat Iris gern aufgegriffen und ihn nun für meine Leserinnen und Leser zur Verfügung gestellt. Doch zunächst besagtes Gedicht:

 

Die Gefährtin


Ich habe eine Freundin, die mich nie verletzt,
die mich versteht, an meiner Seite bleibt.
Sie hat sich mir ganz einfach in den Kopf gesetzt,
von wo sie Angst und Bitterkeit vertreibt.


Sie springt um mich herum und zieht Grimassen,
und weckt in mir die Neugier auf die Welt.
Sie ist nicht zu zerstörn und nicht zu fassen,
auch weil sie selten ihre Form behält.


Ich habe eine Freundin, die mein Schweigen kennt
und zärtlich singend meine Hand berührt.
Die Äolsharfe ist ihr liebstes Instrument,
ihr Klang hat mich schon oft nach Haus geführt.


Sie schlüpft in meine Träume, um zu wachen,
dass jeder Wunsch auch rätselhaft erblüht.
Wie traurig ich auch bin, sie lässt mich lachen,
weil sie vor Energie und Freude sprüht.


Ich habe eine Freundin, die mir ganz gehört,
doch grade darum sperr ich sie nicht ein.
Wenn sie mir eine ganze Welt aus nichts beschwört,
dann weiß ich sicher: Ich bin nie allein.


Sie fliegt hinauf ins All und sammelt Sterne,
damit es stets in meinem Innern scheint.
Dank ihr bin ich gewachsen und ich lerne,
was Träumerei und Wirklichkeit vereint.


Ich habe eine Freundin, die verlässt mich nie,
ihr Name ist ganz einfach:

Fantasie.

 

 

Iris Fitzner auf Patreon

 

 

Hier der Gastartikel von Iris Fitzner für meinen Blog:

Iris Fitzner über die Kunst des Tuns

 

„Blogartikel für Rosy schreiben“ steht auf meiner To-Do-Liste.
Seit mittlerweile 6 Monaten, inzwischen unter „Priorität 1“ mit rotem Label.
Aber ich komme nicht dazu.

Hier ein Projekt, dort ein Treffen, und die kreative Energie muss ja auch in meine Songtexte fließen und in den Roman, der nächstes Jahr fertig sein soll.
Und gleichzeitig will ich diesen Artikel schreiben.
Eigentlich … schließlich gibt es ja immer so viel zu tun.

Auch heute habe ich noch Dinge zu erledigen, und dennoch nehme ich mir jetzt die Zeit dafür.

Warum der Sinneswandel?

Weil es keiner ist.
Ich wollte es und ich will es noch immer.
Sonst hätte ich diesen Punkt längst wieder gestrichen.

 

Ein Text über Pläne und was ich, Iris Fitzner, eigentlich will?
Sollte ich hier nicht eigentlich mich und meine Gedichte und Lieder vorstellen?

Für mich gehört das alles zusammen.
Meine Texte und mein Gesang bringen mich mir selbst und meinen Wünschen näher. Und, indem ich mich erkenne und nach diesen Erkenntnissen handle, entstehen neue Möglichkeiten und in ihnen neue Ideen – und wieder neue Werke, indem ich sie bearbeite. Und all das bin ich.

Warum also soll ich nicht von der Dichterin Iris Fitzner sprechen, indem ich von der Denkerin und der Macherin Iris Fitzner erzähle?
Ich lebe im kreativen Spannungsfeld von Wollen und Können, von Erfahren und Tun – und nicht tun.
Wie ich damit umgehe, sagt also direkt etwas über meine Kunst aus.

 

Meine Gedichte sind ein Teil von mir. Ich habe sie geschrieben, weil ich es wollte.

Das heißt nicht, dass sie nur aus mir heraus entstehen, es ist kein Erzwingen, sondern das Aufnehmen einer Idee, eines Impulses aus der Umgebung oder aus der Auseinandersetzung mit meiner eigenen Tiefe. Aber es ist etwas, das zu mir kommt, weil ich es zulasse, und weil ich mir die Gelegenheiten suche. Weil ich nachts spazieren gehe und meine Gedanken aufschreibe, sie in Form gieße und pflege. Das alles muss aber auch getan werden, denn sonst verklingt die Idee im Alltagslärm.

Ich glaube, das ist es, was passiert, wenn man meint, dass man „ja eigentlich irgendwann mal ein Buch schreiben könnte“.
Mit solchen Gedanken geht viel verloren, denn es bedarf großer Anstrengung, lang beiseite Geschobenes noch einmal mit Herz anzugehen. Aber es lohnt sich, wenn man es tut.

 

Ich habe an meiner Wand ein Pinbrett mit Bildern und ein paar Stichwörtern als Symbole für das, was ich erreichen, welche Grundzüge und Einstellungen ich mir aneignen will.

Eins der Bilder bedeutet für mich „Just do it“.

Es ist keine gekaufte Motivations-Spruch-Postkarte, sondern ein Screenshot aus meiner Lieblingsserie, der genau das für mich aussagt. Er erinnert mich jeden Tag daran, dass viele Dinge einen ebenso simplen wie schweren Schritt entfernt sind:

Sie einfach zu tun.

„Ha, leicht gesagt!“ schimpft mein Stresslevel.
Natürlich ist es alles andere, als einfach. Schließlich müssen Prioritäten gesetzt werden. Das alles braucht ja auch Zeit, und wenigstens ein bisschen Spaß sollte es auch noch machen, wenn es schon nicht bezahlt wird.

Es gibt einen Moment, ab dem ein „Mehr“ zum „Zuviel“ wird.
Manchmal muss ich einsehen, dass ich nicht alles schaffen kann, worauf ich Lust habe. Ich muss lernen, auch zu guten Ideen „Nein“ zu sagen.

Aber ich will es auch. Ich will begreifen, was meine Grenzen sind, und die fruchtlosen Versuche fallen lassen, sie zwanghaft zu erweitern.

Ich will lernen, die Ideen zu erkennen, die zu mir gehören, die mich mit ihrer weichen Nase anstupsen und mir mit großen Augen sagen, dass es an der Zeit für sie ist.

Und dann gibt es diese Momente wie heute, wo ich merke, dass ich die Zeit dafür habe, wenn ich sie mir nehmen will, dass ich nicht mehr dafür brauche, als das, was ich habe und bin, und die Freude sich schon dadurch einstellt, dass ich es endlich tue.

Ist diese Freude nur geboren aus der Erleichterung, die das Verstummen des schlechten Gewissens nach vollbrachter Tat mit sich bringt?
Ich glaube nicht. Denn es ist dieselbe Freude, etwas zu erschaffen, die ich auch beim Dichten spüre.
Und solche Momente sind es, die meine Grenzen erweitern.
Ganz von selbst.
Einfach, weil ich es will – und danach handle.

Iris Fitzner

 

 

Ganz herzlichen Dank, liebe Iris für deinen tollen Artikel, den ich sehr gern in meinem Blog veröffentliche. Ganz sicher spiegelt er das Denken und Handeln der meisten erfolgreichen Menschen wider. TUN ist der Schlüssel zum Erfolg.

 

Und wenn du, liebe Leserin oder Leser, Iris Fitzner ein wenig besser kennenlernen möchtest, dann besuche doch ihre Website. Auf ihrem YouTube-Kanal hat sie eine Menge süße Pony-Videos veröffentlicht, in denen die Musik und die Texte aus ihrer Feder stammen.

Und auf Patreon (einer Plattform, wo Fans „ihre“ Künstler unterstützen können) kannst du die Arbeit von Iris Fitzner unterstützen, dich selbst einbringen und eine Menge über Iris Fitzner erfahren.

 

 

 

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